NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat in der „NDR Talk Show“ über seinen Familienalltag und die ersten Wochen mit seiner jüngeren Tochter gesprochen. Wegen der unruhigen Nächte weicht der CDU-Politiker zu Hause im münsterländischen Rhede manchmal auf das Schlafsofa aus.
Seine sieben Monate alte Tochter sei nachts lebhafter als ihre heute fünf Jahre alte Schwester, berichtete der 51-Jährige. In den ersten sechs Wochen habe er sich gefragt, ob dieser Alltag für jüngere Männer und Menschen mit geregelteren Arbeitszeiten leichter sei.
Seine Frau habe bereits vor der Geburt der zweiten Tochter vorsorglich ein Klappsofa bestellt. Dorthin ziehe er nachts gelegentlich um, erzählte Wüst. So könne er trotz seiner beruflichen Belastung zumindest teilweise mit den unterschiedlichen Schlafrhythmen in der Familie umgehen.
Für seine Familie reserviert sich der Ministerpräsident nach eigenen Angaben einmal im Monat ein komplettes Wochenende. Zusätzlich versucht er, einen Abend pro Woche freizuhalten. Früher habe dieser Abend als „Date Night“ mit seiner Frau gegolten. Seit sie Kinder hätten, heiße es eher „Abendbrot mit meiner Frau“, sagte Wüst.
Auch am Morgen übernimmt der CDU-Politiker Aufgaben im Familienalltag. Seine ältere Tochter bringe er gern mit dem Lastenfahrrad in die Kita.
Wüst ist seit 2021 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Im kommenden April stehen in dem Bundesland Landtagswahlen an. Der CDU-Politiker gilt außerdem als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für eine mögliche Nachfolge von Bundeskanzler Friedrich Merz.
In der Talkshow wurde Wüst gefragt, mit wem er sich beraten würde, falls die sogenannte K-Frage aufkomme und es um eine mögliche Kanzlerkandidatur gehe. Seine knappe Antwort: mit seiner Frau.
In einem weiteren Zusammenhang wird im Material darauf hingewiesen, dass sich häufig vor allem Mütter um die Kinder kümmern, obwohl sie sich eine andere Aufteilung wünschen. Die Familienberaterin Susanne Mierau spricht dazu über die Verantwortung von Vätern und darüber, dass es nicht Aufgabe von Frauen sei, Männer dazu zu bringen.

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