Die Pferdekutschen im New Yorker Central Park sollen ab Juni 2028 verschwinden. Der Stadtrat von New York stimmte für ein Verbot der beliebten Touristenattraktion. Inkrafttreten kann die Regelung, wenn Bürgermeister Zohran Mamdani das Gesetz unterschreibt.
Für die rund 150 Kutschfahrer ist eine Übergangsfrist vorgesehen. Sie soll ihnen ermöglichen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Die zuständige Gewerkschaft kündigte jedoch an, gegen das Verbot vor Gericht vorzugehen.
Über die Kutschfahrten im Central Park wird seit fast 20 Jahren gestritten. Kritiker bemängeln, dass die Pferde überarbeitet und schlecht untergebracht seien. Außerdem könnten die Tiere leicht in Panik geraten. Befürworter verweisen dagegen auf die lange Tradition der Kutschfahrten und die damit verbundenen Arbeitsplätze.
Neue Argumente für die Gegner lieferte der Tod eines 18 Jahre alten Touristen aus Indien. Er wurde im Juni von einem ausgebrochenen Pferd getötet. Zuvor hatte es bereits mehrere Vorfälle gegeben, bei denen Pferde ums Leben kamen.
Die Kutschfahrten gehören zur Geschichte des Central Park. Mit dem Bau der New Yorker Parkanlage wurde 1858 begonnen, vollständig fertiggestellt und offiziell eröffnet wurde sie 1873.
Auch in Deutschland wird über ein Verbot von Pferdekutschen diskutiert. Grundsätzlich sind Kutschfahrten hierzulande auch auf öffentlichen Straßen erlaubt. Besonders bei touristischen Fahrten in Großstädten gibt es jedoch Forderungen nach Einschränkungen oder einem Verbot.
In Berlin wird seit längerer Zeit über ein Ende der Pferdekutschen beraten, umgesetzt wurde ein Verbot bislang nicht. Auch in Brandenburg und Sachsen wurden nach schweren Unfällen entsprechende Forderungen laut.
Bei Sayda im Erzgebirgskreis kollidierte Ende Oktober 2025 eine Pferdekutsche mit einem Auto. Sechs Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Ein Pferd erlitt so schwere Verletzungen, dass es noch am Unfallort getötet werden musste.
Der Deutsche Tierschutzbund fordert außerdem, bei Karnevalsumzügen künftig vollständig auf Pferde zu verzichten. Als Gründe nennt der Verband den Stress durch Lärm, Menschenmengen und wechselnde Reize sowie die Gefahr, dass Pferde scheuen oder durchgehen.

Schreibe einen Kommentar