Leser berichten von teuren Problemen auf kameraüberwachten Parkplätzen

Technische Fehler und hohe Zahlungsforderungen sorgen laut Berichten von BILD-Lesern für Ärger auf kameraüberwachten Parkplätzen. Betroffen sind unter anderem Parkplätze bei Supermärkten und ein Parkplatz am Klinikum Berlin-Buch.

Nach einem Bericht über den Fall der 66-jährigen Evelin Bienek erreichten die BILD-Redaktion zahlreiche Zuschriften mit ähnlichen Erfahrungen. Bienek hatte nach eigenen Angaben ihre Parkgebühr bezahlt und dennoch Schwierigkeiten bekommen.

Sabine Wohlert schildert den Fall ihres 93-jährigen Schwiegervaters. Er habe auf dem Parkplatz am Klinikum Berlin-Buch sein Kennzeichen eingegeben und die Gebühr bezahlt. Trotzdem sei später eine Zahlungsforderung über 55 Euro eingegangen, weil er angeblich nicht bezahlt habe. Wohlert kritisiert, dass ältere Menschen mit der Technik und ohne alternative Bezahlmöglichkeit überfordert würden.

Auch Michael Kruse berichtet von einer Forderung gegen seine Frau. Sie habe für den Einkauf nachweislich etwa 14 Minuten benötigt, solle aber dennoch rund 50 Euro zahlen.

Helmut A. Ludwig aus München zweifelt an der Zuverlässigkeit der Automaten. Seiner Darstellung zufolge kann ein Kennzeichen bezahlt werden, das bei der Einfahrt nicht auf dem Parkplatz erfasst wurde. Das sei besonders problematisch, wenn ein Parkplatz keine Schranke habe.

Frank Hornig verweist auf ein Verfahren in Schottland. Dort würden während der Eingabe passende Kennzeichen angezeigt. Zusätzlich könne das Kamerabild des Einfahrts-Scans eingeblendet werden. Dadurch werde es schwieriger, versehentlich für ein anderes Fahrzeug zu bezahlen.

Marcus Reher erhielt nach eigenen Angaben eine Strafgebühr von 60 Euro, obwohl die erfasste Einfahrtszeit nicht mit seinem Mercedes-Fahrtenbuch übereingestimmt habe. Zu diesem Zeitpunkt sei er noch bei einem fünf Kilometer entfernten Kunden gewesen. Die Forderung sei später aus Kulanz aufgehoben worden. Zuvor seien jedoch bereits 175 Euro mit Inkassokosten aufgelaufen.

Peter Viehbeck aus Landshut wollte den Parkplatz rechtzeitig verlassen. Weil sein Auto nicht ansprang, überschritt er jedoch die kostenlose Parkzeit. Anschließend habe er eine Zahlungsaufforderung über 45 Euro erhalten. Auch die Bestätigung eines Helfers habe daran nichts geändert.

Olly Przybilla berichtet von einer Forderung über 145 Euro wegen eines Parkverstoßes auf einem privaten Parkplatz. Manfred Weissenbacher kritisiert ebenfalls die Höhe der verlangten Beträge, die seiner Ansicht nach schon bei geringfügigen Überschreitungen der Parkzeit anfallen können.

Die geschilderten Fälle beziehen sich auf private, kameraüberwachte Parkplätze. BILD kündigte an, an dem Thema dranzubleiben.


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