Der Moskauer Flughafen Scheremetjewo ist nach einem Drohnenalarm evakuiert und für mehrere Stunden gesperrt worden. Passagiere und Mitarbeitende wurden in Sicherheit gebracht. Mehrere Reisende mussten dafür auch ihre Flugzeuge verlassen.
Während der Evakuierung war der Zugang zum Sicherheitsbereich aller Terminals nach Angaben des Flughafens eingeschränkt. Die Passagiere hielten sich in Schutzräumen auf.
Am Nachmittag wurde der Drohnenalarm wieder aufgehoben. Anschließend durften die Passagiere die Schutzräume verlassen. Scheremetjewo ist der größte Flughafen Russlands.
Hintergrund der Maßnahmen war nach den vorliegenden Angaben ein größerer Drohnenangriff der Ukraine auf die russische Hauptstadt. Von den Einschränkungen war nicht nur Scheremetjewo betroffen.
Die russische Luftfahrtbehörde Rossawiazija teilte mit, dass der Betrieb an allen vier Moskauer Flughäfen vorübergehend eingeschränkt worden sei.
Die Vorfälle ereigneten sich vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die Ukraine setzt in ihrem Abwehrkampf regelmäßig Drohnen gegen Ziele im russischen Hinterland ein. Dazu zählen neben Flughäfen auch Raffinerien und Ölhäfen.
Am Freitag wurde zudem ein Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine bekannt. Beide Seiten übergaben jeweils 270 Kriegsgefangene.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, unter den freigelassenen Ukrainern seien Soldaten der Streitkräfte, der Nationalgarde und anderer Einheiten sowie neun Zivilisten. Viele von ihnen hätten seit 2022 in russischer Gefangenschaft gesessen. Zu den Rückkehrern gehörten auch Verteidiger der südukrainischen Hafenstadt Mariupol.
Fünf Heimkehrer waren nach einer schweren Explosion im russischen Gefängnis von Oleniwka im Gebiet Donezk im Jahr 2022 für tot gehalten worden. Der Austausch fand an einem Grenzübergang zwischen Belarus und der Ukraine statt.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden zudem 270 russische Soldaten in Empfang genommen. Sie sollten in Russland medizinisch und psychologisch betreut werden.

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