Bei den Tennessee Titans hat Defensive Tackle Jordan Elliott nach einem Streit im Training eine Schusswaffe aus seinem Auto geholt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Elliott wurde inzwischen von der NFL-Franchise entlassen.
Der Zwischenfall ereignete sich am vergangenen Donnerstag auf einem Parkplatz der Titans. Vorausgegangen war ein Trainingsstreit mit Teamkollege J.C. Latham.
Headcoach Robert Saleh bestätigte den Vorfall und nahm Elliott zugleich in Schutz. Der 28-Jährige sei ein guter Mensch und habe einen „furchtbaren Aussetzer“ gehabt, sagte Saleh. Er sehe die Handlung eher als „Hilferuf denn als eine kriminelle Handlung“.
Saleh deutete an, dass hinter dem Verhalten persönliche Probleme stehen könnten. Elliott sei Vater und ein großartiger Ehemann und habe in seinem Leben nie ein Verbrechen begangen. Deshalb stelle sich die Frage, warum er aus der Spur geraten und eine Waffe geholt habe. Für ihn seien dies Anzeichen dafür, dass möglicherweise etwas Größeres hinter dem Vorfall stehe.
Der Coach lobte zugleich die Reaktion der Titans und der NFL. Die Verantwortlichen hätten innegehalten, Fragen gestellt und versucht, Elliott die notwendige Hilfe zu vermitteln. Saleh verwies in diesem Zusammenhang auch auf zwei Suizidfälle von NFL-Spielern innerhalb des vergangenen Jahres.
„Ich sage nicht, dass er so weit war, aber diese Kids machen viel durch“, sagte Saleh. Er betonte, dass er den Spieler nicht grundsätzlich als kriminell sehe.
Zum Abschluss richtete Saleh eine Botschaft an die übrigen NFL-Teams. Elliott sei ein sehr guter Defensive Tackle, der den Laufangriff stoppen und einem Team bei einem Playoff-Lauf helfen könne. Teams, die einen solchen Spieler benötigten, sollten ihn anrufen, sagte der Coach.

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