Tesla und SpaceX prüfen einen möglichen Zusammenschluss. Sollte es zu einer Fusion kommen, wäre sie gemessen am Unternehmenswert die bislang größte zwischen zwei Firmen.
Beide US-Konzerne werden von Elon Musk geführt. Nach seinen Angaben haben Tesla und SpaceX auf Wunsch von Aktionären spezielle Ausschüsse für die Prüfung eines Zusammenschlusses gebildet. Musk selbst gehört diesen wegen möglicher Interessenkonflikte nicht an.
Der Tech-Milliardär ist Großaktionär beider Unternehmen. Die Beteiligungen bilden den Angaben zufolge die Grundlage seines geschätzten Vermögens von rund 920 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 820 Milliarden Euro.
SpaceX wird aktuell mit mehr als 1,9 Billionen Dollar bewertet, Tesla mit rund 1,48 Billionen Dollar. Musk betonte, dass er persönlich einen Zusammenschluss für eine gute Idee halte. Zugleich schränkte er ein, es sei übertrieben zu sagen, dass die Fusion mit Sicherheit zustande komme.
Für den Schritt wären zudem hohe Hürden zu überwinden. Musk zufolge müssten mindestens 50 Prozent aller Tesla-Aktionäre zustimmen.
Die Reaktionen an den Börsen fielen unterschiedlich aus. Die Tesla-Aktie legte im nachbörslichen Handel um gut zwei Prozent zu. Bei SpaceX stiegen die Aktien um mehr als neun Prozent auf über 160 Dollar. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass Tesla-Anleger keinen großen Aufpreis bei einem Zusammenschluss erwarten, während SpaceX stärker zulegte.
SpaceX war Mitte Juni mit einem Rekorderlös von 75 Milliarden Dollar an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis lag bei 135 Dollar, was einer Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar entsprach. In den ersten Wochen stieg der Kurs auf gut 225 Dollar, bevor die Aktie zeitweise unter den Ausgabepreis fiel.
Im vergangenen Quartal schrieb SpaceX erstmals nach längerer Durststrecke wieder Milliardengewinne. Der Nettogewinn lag bei 4,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal von rund 5,58 Milliarden auf 14,58 Milliarden Dollar.
Ein wesentlicher Anteil des Wachstums kam aus dem KI-Geschäft. Die entsprechenden Erlöse stiegen von 813 Millionen Dollar im Vorjahr auf 7,56 Milliarden Dollar im vergangenen Quartal. Musks zuvor nicht börsennotierte KI-Firma xAI war in SpaceX integriert worden und tritt nun unter dem Namen SpaceXSI auf. Die Sparte betreibt große Rechenzentren, die teilweise gegen Milliarden-Gebühren an KI-Unternehmen wie Anthropic und Google vermietet werden.
Zwischen Tesla und SpaceX gibt es bereits Kooperationen. Beide Unternehmen arbeiten an der Chipfabrik Terafab, die Musk in den USA bauen will. Außerdem sollen bei einigen Varianten eines neuen Tesla-Sportwagens Kaltgas-Raketendüsen von SpaceX eingesetzt werden. Laut Musk soll das Fahrzeug 2028 in Produktion gehen.

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