Für Donald Trump und die Republikaner zeichnen sich zwei Wochen vor den US-Kongress-Zwischenwahlen schwierige Aussichten ab. Eine neue Umfrage der „New York Times“ und der Siena University bescheinigt dem Präsidenten einen historischen Tiefstand.
Nur 36 Prozent der wahrscheinlichen Wähler sind demnach mit Trumps Amtsführung zufrieden. Das sei der niedrigste Wert, den die „New York Times“ und die Siena University in ihren Umfragen bisher ermittelt hätten.
Besonders deutlich fällt die Ablehnung unter den unabhängigen Wählern aus. Mehr als zwei Drittel von ihnen sind laut der Erhebung mit Trumps Arbeit unzufrieden. Diese Wähler ordnen sich weder den Demokraten noch den Republikanern zu.
Als wichtige Gründe für die Unzufriedenheit nennt die Zeitung die allgemeine Wirtschaftslage, den Iran-Krieg und die hohen Benzinpreise.
Bereits zuvor hatte eine Umfrage von Reuters und Ipsos einen niedrigen Zustimmungswert für Trump ausgewiesen. Demnach waren nur 31 Prozent der US-Bürger mit seiner Amtsführung zufrieden. Auch dies wurde als Rekordtief bezeichnet.
Bei den Kongresswahlen am 3. November könnten die Republikaner ihre Mehrheiten in beiden Kammern verlieren. In der letzten Umfrage von „New York Times“ und Siena University lagen die demokratischen Kandidaten in den Wahlbezirken der wahrscheinlichen Wähler durchschnittlich elf Prozentpunkte vor den Republikanern.
Die Demokraten können sich damit Hoffnungen machen, die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat zu übernehmen. Ein Verlust auch nur einer der beiden Kammern würde Trumps politische Vorhaben in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit erschweren.
Die landesweiten Umfragewerte bilden allerdings nicht die Besonderheiten der einzelnen Bundesstaaten und Wahlbezirke ab. Dort werden die Mehrheitsverhältnisse im Senat und im Repräsentantenhaus entschieden. In einigen dieser Gebiete verfügen die Republikaner laut dem Bericht über strukturelle Vorteile.

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