Erster Herbststurm bringt am Freitag Böen bis 110 km/h

Ein kräftiges Sturmtief zieht am Freitag von den Britischen Inseln nach Deutschland. Im Nordwesten werden schwere Sturmböen erwartet, an der Nordsee sind Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 km/h möglich.

Nach Angaben des Diplom-Meteorologen Dominik Jung entwickelt sich das Tief besonders schnell. Meteorologen sprechen in diesem Fall von einer explosiven Zyklogenese. Der britische Wetterdienst hat das Sturmtief auf den Namen „Austen“ getauft.

In Deutschland nimmt der Wind am Freitag zunächst im Nordwesten deutlich zu. Dort sind laut Jung Böen bis zu 90 km/h möglich. An und auf der Nordsee können die Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h erreichen.

Besonders betroffen sein könnten die Ostfriesischen und Nordfriesischen Inseln, Helgoland sowie die Küste von Ostfriesland bis Nordfriesland und Sylt. Dort werden Sturmböen von 75 bis 90 km/h erwartet. Einzelne schwere Sturmböen um 100 km/h sind laut Jung nicht auszuschließen.

Zusätzlich zieht Regen auf. Die Temperaturen erreichen am Freitag zwischen 12 und 15 Grad.

In der Nacht zum Samstag nimmt der Wind weiter zu. Der Deutsche Wetterdienst erwartet im Binnenland stürmische Böen, in exponierten Lagen auch schwere Sturmböen. Dazu zählen unter anderem die Nordsee und die Mittelgebirge. Auch im Harz und auf dem Brocken kann der Wind besonders stark werden.

Am Samstag bleibt es im Nordwesten zunächst stürmisch. An der Nordsee sind anfangs weiterhin schwere Sturmböen möglich, im weiteren Verlauf nimmt der Wind dort ab. Tagsüber wird es meist wolkig bis stark bewölkt mit Schauern. Vereinzelt kann es kurze Gewitter geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 8 und 13 Grad.

In der Nacht zum Sonntag lässt der Regen zunächst nach. Gleichzeitig zieht über die Nordsee ein neues Tief heran. Im Westen und Nordwesten kann der Wind erneut auffrischen. Dort sind am Abend Sturmböen nicht ausgeschlossen, an der Nordsee und in Gipfellagen auch schwere Sturmböen.

Eine Sturmflut wird nach Einschätzung des Wetterexperten Frank Böttcher zunächst nicht erwartet. Der Wind komme bei diesem Sturmtief eher aus Südwest.


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