Trockenheit und Hitze lassen Preise für Salat, Brokkoli und Kartoffeln steigen

Hohe Temperaturen, Trockenheit und Wind haben in diesem Sommer die Erträge mehrerer Gemüsekulturen beeinträchtigt. Nach Einschätzung von Thomas Els von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) zeigt sich das inzwischen bei den Preisen im Supermarkt.

Betroffen ist vor allem Freilandgemüse. Die Erträge von Salat, Blumenkohl, Brokkoli und Möhren fielen laut Els geringer aus als üblich. Dadurch wurde das Angebot knapper, während die Verbraucherpreise stiegen.

Trockene Phasen sind für den Obst- und Gemüseanbau nicht grundsätzlich ein Problem. Fehlender Regen kann häufig durch Bewässerung ausgeglichen werden. In diesem Jahr war das nach Einschätzung des AMI-Experten vielerorts jedoch schwieriger.

„Durch die anhaltende Trockenheit ist die Wasserentnahme eingeschränkt, somit kann nicht überall bewässert werden, wo es eigentlich notwendig wäre“, erklärte Els. Zugleich verstärkten die hohen Temperaturen und der Wind die Verdunstung. Die Pflanzen benötigten dadurch besonders viel Wasser.

Auch Kartoffeln wurden teurer. In den vergangenen Jahren hatten große Ernten für ein reichliches Angebot und vergleichsweise niedrige Preise gesorgt. In diesem Jahr fielen die Erträge wegen der Hitze und Trockenheit geringer aus. Zudem wurde die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um mehr als elf Prozent reduziert.

Nach Einschätzung von Els treffen bei Kartoffeln mehrere Faktoren zusammen. „Unterdurchschnittliche Erträge auf einer reduzierten Anbaufläche aufgrund der unbefriedigenden Erlössituation in der letztjährigen Kampagne sorgen derzeit für höhere Preise“, sagte der AMI-Experte.

Nicht bei allen Lebensmitteln steigen die Preise. Kirschen waren in diesem Sommer günstiger als im Vorjahr. Nach den frostbedingten Ausfällen 2025 waren wieder größere Mengen aus der Türkei und Griechenland verfügbar.

Auch Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen wurden durch ein größeres Angebot aus Spanien und der Türkei günstiger. Äpfel blieben vergleichsweise preiswert. Dafür sorgten große Lagerbestände aus der ertragreichen Ernte 2025, die weiterhin ein reichliches Angebot am Markt sicherstellen.


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