Auf einem zehnstündigen Flug von Istanbul nach Washington soll eine Passagierin drei Stunden lang geweint haben, nachdem eine andere Reisende den Tausch ihres Gangplatzes abgelehnt hatte. Die Geschichte schilderte die Reisebloggerin Tomiko Harvey in einem Instagram-Video.
Harvey zufolge hatte sich die Frau bewusst für einen Sitzplatz am Gang entschieden. So habe sie während des Langstreckenflugs leichter aufstehen, sich strecken und zur Toilette gehen können.
Die Sitznachbarin der Bloggerin habe sie gebeten, den Gangplatz mit ihrem Ehemann zu tauschen. Dadurch hätte das Paar nebeneinandersitzen können. Harvey hätte dafür jedoch ihren gebuchten Platz aufgeben und während des gesamten Flugs auf einem Mittelsitz sitzen müssen.
Nach eigener Darstellung lehnte sie den Tausch ab. Daraufhin habe die Frau emotional reagiert und über mehrere Stunden geweint. Als Harvey sie gefragt habe, ob etwas passiert sei, soll die Passagierin erklärt haben, sie vermisse ihren Mann und wisse nicht, an wessen Schulter sie ihren Kopf anlehnen könne.
Der Ehemann habe sich laut Harvey zwei Reihen weiter vorn auf einem Mittelsitz befunden. Er habe Kopfhörer getragen und während des Flugs geschlafen.
In ihrem Instagram-Beitrag zeigte die Reisebloggerin außerdem Fotos und Videos, auf denen die Frau mit unkenntlich gemachtem Gesicht zu sehen sein soll. Nach der Landung habe Harvey der Passagierin sarkastisch dazu gratuliert, den zehnstündigen Flug ohne ihren Mann überstanden zu haben.
Das Video löste in den Kommentaren eine Diskussion darüber aus, ob man Sitzplätze im Flugzeug für andere Passagiere tauschen sollte. Harvey erklärte daraufhin in einem längeren Text in ihrem Blog, sie habe grundsätzlich nichts gegen Paare, die nebeneinandersitzen wollten.
Sie und ihr eigener Mann seien seit zwölf Jahren verheiratet und würden ihre Plätze stets nebeneinander buchen, schrieb Harvey. Genau darin liege der Unterschied: Sie würden dies im Voraus planen.
Die betroffene Passagierin hat sich bislang nicht öffentlich dazu geäußert. Das Instagram-Video wurde nach Angaben aus dem vorliegenden Bericht fast fünf Millionen Mal aufgerufen.

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