Google-Cloud-Ausfall beeinträchtigt Bankdienste in Europa

Ein Ausfall von Google-Cloud-Diensten in Großbritannien hat Bankkunden in Europa zeitweise den Zugriff auf Konten und digitale Zahlungsdienste erschwert. Betroffen war nach Angaben des Unternehmens und von Nutzern vor allem die Infrastruktur in der Region London.

Die Störung hatte Auswirkungen über die Grenzen Großbritanniens hinaus. Unter anderem waren digitale Zahlungsdienste und Kontofunktionen der Digitalbank Revolut beeinträchtigt. Auch bei ING kam es zu Einschränkungen. Ein Sprecher der Bank erklärte jedoch, die Probleme seien nicht auf die Google-Störung zurückzuführen. Inzwischen stünden die Services von ING wieder vollständig zur Verfügung.

Auch Nutzer anderer Banking-Apps in verschiedenen europäischen Ländern berichteten von zeitweisen Problemen beim Zugriff auf ihre Anwendungen und bei Transaktionen. Das genaue Ausmaß der Beeinträchtigungen war zunächst nicht bekannt.

Neben Finanzdienstleistern waren zahlreiche weitere Online-Angebote, Webseiten und Unternehmensanwendungen betroffen, die auf die Cloud-Infrastruktur von Google angewiesen sind. Das Störungsmeldeportal Downdetector registrierte unter anderem hunderte Meldungen zu Problemen bei HSBC und Lloyds Bank.

Auch die Immobilienplattform Rightmove und das britische Postunternehmen Royal Mail wurden in den Störungsmeldungen genannt. Google bestätigte die technischen Schwierigkeiten über seine Statusseiten und arbeitete an der Behebung des Fehlers.

Das internationale Ausmaß der Folgen sowie die Ursache für den Ausfall in der Londoner Rechenzentrumszone wurden weiter untersucht.


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