Deutsche Post plant höheres Briefporto ab Januar 2027

Die Deutsche Post will das Porto für Standardbriefe ab Januar 2027 von 95 Cent auf 1,15 Euro erhöhen. Die geplante Anhebung muss noch von der Bundesnetzagentur genehmigt werden.

Auch Postkarten sollen künftig 1,15 Euro kosten. Für weitere Briefarten sind ebenfalls höhere Preise vorgesehen. Der bis zu 50 Gramm schwere Kompaktbrief soll sich um 15 Cent auf 1,25 Euro verteuern.

Beim Großbrief ist eine Erhöhung um 55 Cent auf 2,35 Euro geplant. Der Maxibrief soll künftig 5 Euro kosten und damit 2,10 Euro teurer werden. Das Porto für Einschreiben soll unverändert bleiben.

Für einen Standardbrief ins Ausland plant die Deutsche Post eine Anhebung um 20 Cent auf 1,45 Euro.

Die Vorständin für den Bereich Post und Paket Deutschland, Nikola Hagleitner, bezeichnete die Preiserhöhungen als unvermeidbar. Die Briefmengen gingen seit Jahren deutlich zurück, während Personal-, Energie- und Sachkosten stiegen.

Nach Angaben der Deutschen Post wurden 2005 in Deutschland noch 16,9 Milliarden Briefe verschickt. 2025 waren es nur noch knapp 9,4 Milliarden. Die Zahl ist demnach weiter rückläufig.

Gleichzeitig müsse das Unternehmen weiterhin ein flächendeckendes Netz aus Briefkästen und Filialen in ganz Deutschland unterhalten. Wenn weniger Briefe über diese Infrastruktur verschickt würden, stiegen die Kosten pro Brief.

Die Bundesnetzagentur hatte mitgeteilt, dass die Deutsche Post ihre Portopreise für Briefe von Privatkunden und Geschäftspost um bis zu 20,35 Prozent erhöhen dürfe. Mit den jetzt vorgestellten Plänen schöpft das Unternehmen diesen Spielraum aus. Die endgültige Zustimmung der Behörde steht noch aus.

Auch der Paketversand für Privatkunden soll teurer werden. Die Deutsche Post will die neuen Paketpreise zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Nach Angaben der Bundesnetzagentur dürfen die Preise für Pakete von Privatkunden um fast elf Prozent steigen. Von den Erhöhungen soll außerdem die Geschäftskundenpost betroffen sein.


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