Steigende Preise bringen Trump vor den US-Zwischenwahlen unter Druck

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Steigende Verbraucherpreise, hohe Energiekosten und eine wachsende Unzufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik setzen US-Präsident Donald Trump vor den anstehenden Zwischenwahlen unter Druck. Die Republikaner könnten im November ihre Mehrheit in einer oder beiden Kammern des Kongresses verlieren.

Damit würde Trump in den letzten beiden Jahren seiner Amtszeit die politische Grundlage für seine Gesetzesvorhaben verlieren. Die Demokraten könnten diese im Repräsentantenhaus oder im Senat blockieren.

Trump hatte im Wahlkampf versprochen, die Preise schnell zu senken, die Inflation zu besiegen und ein starkes Wirtschaftswachstum auszulösen. Die Inflationsrate ging zwar zeitweise zurück. Sie sank von 9,1 Prozent im Sommer 2022 auf 2,3 Prozent im April 2025. Die Preise fielen dadurch jedoch nicht, sondern stiegen lediglich langsamer.

Zuletzt beschleunigte sich der Preisanstieg wieder. Nach Angaben der US-Statistikbehörde lagen die Verbraucherpreise im September um 3,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ziel liegt bei einer Inflationsrate von zwei Prozent. Eine höhere Teuerung kann die US-Notenbank dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben.

Besonders stark verteuerten sich zuletzt Energieprodukte. Die US-Statistikbehörde führte die Hälfte des jüngsten monatlichen Anstiegs der Verbraucherpreise von saisonbereinigt 0,6 Prozent auf höhere Preise an Tankstellen zurück. Benzin kostete innerhalb eines Monats durchschnittlich 9,1 Prozent mehr.

Auch Trumps Zollpolitik wird in Analysen der US-Notenbank und ihrer regionalen Institute als ein Faktor für höhere Preise genannt. Bis Februar 2026 verteuerten die Zölle demnach gewöhnliche Konsumgüter wie Autos, Möbel und Kleidung insgesamt um 3,1 Prozent. Der Effekt auf die gesamte Inflation sei allerdings deutlich geringer gewesen, da Händler und Importeure einen Teil der Mehrkosten über ihre Gewinnspannen aufgefangen hätten.

Mehr als zwei Drittel der Befragten lehnen Trumps Umgang mit der Inflation ab. Seiner Wirtschaftspolitik stimmt nur etwa ein Drittel zu. Eine Pew-Umfrage zeigt zudem, dass die wirtschaftliche Lage für viele Wähler bei ihrer Wahlentscheidung eine Rolle spielt.

Die gestiegenen Energiekosten könnten außerdem den Zinspfad der US-Notenbank beeinflussen. Mehrere Notenbankvertreter deuteten eine weitere Zinserhöhung an. Die nächste Sitzung steht Ende Oktober an; nach Einschätzung der meisten Fachleute könnte die Fed die Zinsen zunächst unverändert lassen und im Dezember anheben.

Steigende Zinsen wirken sich in den USA unter anderem auf Hypotheken und Kredite aus. Parallel dazu hat sich die wirtschaftliche Stimmung eingetrübt. Ein Index der Universität von Michigan erreichte in zwei von drei Einkommensgruppen Tiefststände. Nur bei den Gutverdienern hielt sich der Rückgang bislang in Grenzen.


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