Iran bietet Öffnung der Straße von Hormus an und droht den USA

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Iran hat den USA erneut eine Öffnung der Straße von Hormus angeboten und zugleich mit schweren Konsequenzen für einen weiteren US-Angriff gedroht. Außenminister Abbas Araghtschi bekräftigte das Angebot, während der neu ernannte Verteidigungsminister Mehrdad Achlaghi Ketabtschi eine Warnung an US-Präsident Donald Trump richtete.

Die strategisch wichtige Meerenge könne innerhalb von sieben Tagen wieder geöffnet werden, sagte Araghtschi am Rande eines Treffens der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Bagdad. Als Bedingungen nannte er ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen sowie der Sanktionen gegen iranische Ölexporte.

Nach Angaben des Außenministers prüft die iranische Regierung derzeit ein Angebot der USA. Washington fordert demnach eine deutliche Reduzierung der iranischen Uran-Anreicherung, um den seit acht Monaten andauernden Krieg zu beenden.

Vor dem Krieg lief durch die Straße von Hormus etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl und Flüssigerdgas. Seit der Schließung der Meerenge sind die Energiepreise weltweit deutlich gestiegen.

Während Araghtschi mit einem Angebot an Washington herantrat, drohte Ketabtschi den USA. Trump solle sich darauf konzentrieren, die US-Truppen sicher aus der Region abzuziehen, sagte der neue Verteidigungsminister. Sollte der „amerikanische Feind“ eine weitere Fehlkalkulation begehen, werde die Antwort „überraschend und umfassend“ ausfallen.

Ketabtschi reagierte damit auf Berichte, wonach die USA erneut iranische Atomanlagen angreifen könnten. Die US-Armee werde es sehr wahrscheinlich nicht wagen, den Iran nochmals anzugreifen, sagte er. Sollte es dennoch dazu kommen, müsse sie mit erheblichen Schäden rechnen – ebenso wie die gesamte Region.

Ketabtschi wurde vom iranischen Parlament als Verteidigungsminister bestätigt. Nach Angaben der Regierung erhielt der 68-Jährige 237 Ja-Stimmen bei insgesamt 277 abgegebenen Stimmzetteln.

Der bisherige Leiter der staatlichen Organisation für Luft- und Raumfahrtindustrie steht auf Sanktionslisten der USA und der EU. Er folgt General Asis Nasirsadeh nach, der Ende Februar am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels getötet worden war.

Das Amt des Verteidigungsministers war seither vakant und wurde kommissarisch von einem General der Revolutionsgarden ausgeübt. Ketabtschi hatte 42 Jahre für das iranische Ministerium gearbeitet und stand seit 2013 an der Spitze eines Verbands der iranischen Rüstungsindustrie.


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