Häftling flieht bei Arztbesuch in Essen – Polizei warnt vor möglichen Waffen

In Essen ist ein Häftling während eines Arztbesuchs geflohen. Nach Angaben der Polizei sollen zwei Männer die begleitenden Justizvollzugsbeamten überwältigt und dem Gefangenen anschließend die Flucht ermöglicht haben. Die Beamten blieben dabei unverletzt.

Der Häftling war aus einer Justizvollzugsanstalt zu einer Arztpraxis am Kennedyplatz in der Essener Innenstadt gebracht worden. Dort soll er mit Unterstützung der beiden Männer entkommen sein. Nach Angaben der Polizei flohen der Häftling und seine Helfer anschließend in unterschiedliche Richtungen.

Die Essener Polizei sucht nach den drei Männern und bittet Zeugen um Hinweise. Zugleich warnt sie davor, die Verdächtigen anzusprechen. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Männer bewaffnet sein könnten. Wer sie sieht, soll die Polizei verständigen.

Im Zuge des Einsatzes wurde am Nachmittag vorübergehend eine Seitenstraße wenige hundert Meter vom Kennedyplatz entfernt gesperrt. Ein Zeuge hatte einen verdächtigen Gegenstand an einem Auto gemeldet. Daraufhin evakuierte die Polizei die angrenzenden Gebäude.

Ein Entschärferteam des Landeskriminalamts untersuchte den Gegenstand und gab anschließend Entwarnung. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um die Holz-Attrappe einer Handgranate. Die Sperrung wurde aufgehoben, die Menschen konnten in die angrenzenden Häuser zurückkehren.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Justizministeriums saß der Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Essen in Untersuchungshaft. Ihm werden demnach Drogendelikte und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert