Katie Zacharia hat ihre erste Pressekonferenz als Sprecherin des Weißen Hauses nach wenigen Minuten beendet. Nach einer längeren Eingangserklärung ließ sie lediglich drei Journalisten zu Wort kommen. Anschließend brach sie die Fragerunde mit Verweis auf die Reise von Präsident Donald Trump nach Alaska ab.
Als erste nahm Zacharia eine Frage des rechten Onlinemediums »Breitbart« an. Unter ihrer Vorgängerin Karoline Leavitt waren Pressekonferenzen deutlich länger ausgefallen. Häufig hatten dabei Dutzende Journalisten Fragen gestellt, die Termine dauerten nicht selten mehr als eine Stunde.
Zacharia wirkte bei ihrem ersten Auftritt wiederholt nervös. Ihre Erklärung las sie weitgehend ab, zudem verhaspelte sie sich mehrfach. Als sie auf ihre Familie angesprochen wurde, sagte sie an einer Stelle »mein Präsident« statt »mein Ehemann«. Ihren Versprecher kommentierte sie anschließend scherzhaft mit den Worten: »Das ist ein Guter.«
Der Auftritt stieß auch innerhalb der Regierung auf Kritik. Ein Regierungsbeamter bewertete den Start nach Angaben des MSNBC-Journalisten Jake Traylor als schlecht. Zacharia müsse sich schnell deutlich verbessern, hieß es demnach.
Die neue Sprecherin gilt als erzkonservativ und loyal gegenüber Trump. In der Vergangenheit zeigte sie wiederholt Nähe zu Verschwörungserzählungen. Im September 2022 verbreitete sie die Falschbehauptung, John Podesta, der frühere Wahlkampfleiter von Hillary Clinton, sei pädophil. Diese Behauptung stand im Zusammenhang mit der unter dem Schlagwort »Pizzagate« verbreiteten Verschwörungserzählung.
Nach Berichten mehrerer US-Medien, die sich auf inzwischen gelöschte Beiträge Zacharias bezogen, teilte sie außerdem eine Verschwörungserzählung über die frühere First Lady Michelle Obama und die Komikerin Joan Rivers. Darin wurde unter anderem die falsche Behauptung aufgegriffen, Michelle Obama sei ein Mann.
Trump hatte Zacharia wenige Tage vor ihrem ersten Auftritt offiziell zur neuen Sprecherin des Weißen Hauses ernannt. Die frühere Fernsehkommentatorin folgte auf Karoline Leavitt, die ihr Amt Ende August aufgegeben hatte.

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