Schüsse vor Schule in Aubagne: 14-Jähriger verletzt Schulleiter und Lehrerin

Vor einer weiterführenden Schule im südfranzösischen Aubagne soll ein 14-jähriger Schüler mit einem Gewehr auf den Schulleiter und eine Lehrerin geschossen haben. Beide wurden verletzt. Nach den Schüssen kam es zu einem Großeinsatz, der Jugendliche wurde mit einem Jagdgewehr festgenommen.

Der Schulleiter und die Lehrerin befinden sich nach Angaben französischer Medien unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Marseille nicht in Lebensgefahr. Der Schüler soll vier bis fünf Schüsse abgegeben haben.

Warum es zu den Schüssen kam, ist bislang unklar. Nach den vorliegenden Angaben besteht kein Zusammenhang mit den aktuellen Schulprotesten in Frankreich. An dem Collège, vor dem die Schüsse fielen, habe es weder Protest- noch Blockadeaktionen gegeben.

Der mutmaßliche Schütze soll selbst Schüler der Schule sein. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray wollen am Nachmittag an dem Collège eintreffen.

In Frankreich werden unterdessen weitere Proteste an Schulen erwartet. Bereits zum Wochenstart könnte es erneut Demonstrationen und Blockaden geben. Für Dienstag ist ein größerer Aktionstag von Schülern und Studenten angekündigt. Die Teilnehmer wollen in die Nähe des Sitzes des Premierministers ziehen, während in der Nationalversammlung die Beratungen über den kommenden Haushalt beginnen.

Auch mehrere Lehrergewerkschaften haben dazu aufgerufen, an dem Aktionstag zu streiken und sich den Protesten der Schüler anzuschließen. Sie werfen der Regierung vor, bislang keine zufriedenstellende Antwort geliefert zu haben. Die Gewerkschaft SNES-FSU befürchtet, dass das Personal die bestehenden Missstände ausbaden müsse.


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