Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit einem starken Ergebnis gewonnen. Dennoch kann Spitzenkandidat Ulrich Siegmund nicht allein eine Regierung bilden, weil seiner Partei die Mehrheit der Sitze im Landtag fehlt.
Die AfD stellte Siegmund am Sonntagabend bereits als möglichen Regierungschef vor. Parteichefin Alice Weidel bezeichnete ihn in Magdeburg als ersten Ministerpräsidenten der AfD – und zwar in Sachsen-Anhalt.
Für die tatsächliche Regierungsbildung ist der Wahlerfolg jedoch nicht ausreichend. Die Partei benötigt dafür Koalitionspartner oder zumindest die Unterstützung anderer Abgeordneter. Die meisten Parteien haben daran allerdings kein Interesse.
Damit ist offen, wie Siegmund nach der Wahl an die Macht kommen könnte. Im Landtag sind mehrere Szenarien möglich, die von Gesprächen mit anderen Parteien und deren Bereitschaft zur Zusammenarbeit oder Unterstützung abhängen.
Der Überblick gehört zur Berichterstattung über die möglichen Folgen der Landtagswahl. Die konkreten Mehrheitsverhältnisse und der weitere politische Prozess entscheiden darüber, ob und unter welchen Bedingungen die AfD eine Regierung bilden kann.