Der Hamburger SV, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach haben ihre Heimspiele deutlich verloren. Der HSV unterlag Mainz 0:5, Frankfurt musste sich Augsburg 1:4 geschlagen geben und Gladbach verlor gegen den Aufsteiger Elversberg mit 3:4. Damit bleiben alle drei Vereine nach den ersten Spielen ohne Sieg.
Beim HSV lief gegen Mainz nahezu alles schief. Die Hamburger gaben ihren ersten Schuss auf das Tor erst in der 86. Minute ab. Bereits in der ersten Halbzeit war die Mannschaft wie beim 0:2 gegen Dortmund ohne Torschuss geblieben. Fehlpässe, darunter die Szene vor dem 0:1 durch Remberg, und fehlende Ideen in der Offensive prägten den Auftritt.
Sechs neue Spieler standen in der Startelf. Die kurzfristig verpflichteten Fabio Vieira, Møller Wolfe und El Ouahdi hatten laut dem Bericht lediglich drei oder vier Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert. Trainer Merlin Polzin arbeitete die Niederlage in einer 25-minütigen Videoanalyse auf. Für das nächste Spiel in Leipzig ist Vieira, der von Arsenal zurückgekehrt ist, wieder für die Startelf vorgesehen.
Auch Eintracht Frankfurt hat große Probleme in der Defensive. Nach zwei Spieltagen steht für die Mannschaft ein Torverhältnis von 4:7 zu Buche. Der Bericht nennt Robin Koch als Kapitän und Führungsspieler, der seiner Rolle bislang nicht gerecht werde. Er gebe auch den Torhütern Kaua Santos und Noah Atubolu nicht die nötige Sicherheit.
Hinzu kommen laut der Analyse mentale Schwierigkeiten. Bereits in der vergangenen Saison sei die Mannschaft nach eigenen Führungen wiederholt eingebrochen. Gegen Augsburg führte Frankfurt ebenfalls nicht über die gesamte Partie hinweg stabil und kassierte am Ende vier Gegentore.
Bei Borussia Mönchengladbach ist die anfängliche Euphorie nach dem 3:4 gegen Elversberg ebenfalls verflogen. Die Fans verabschiedeten die Mannschaft mit Pfiffen. Nach einer 3:1-Führung verlor Gladbach die Kontrolle über die Partie und ließ den Aufsteiger zurück ins Spiel kommen.
Trainer Eugen Polanski steht damit früh unter Druck. Sportchef Rouven Schröder hatte ihm für den Neuanfang Jan-Moritz Lichte und Markus Gellhaus als erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt. Eine Wirkung sei bislang nicht zu erkennen. Kapitän Tim Kleindienst schlug nach den zwei Niederlagen und sieben Gegentoren Alarm.
Gladbach tritt als Nächstes in Freiburg an. Dort müsse die Mannschaft eine Reaktion zeigen, heißt es in dem Bericht. Andernfalls könnte Polanskis Position in der Länderspielpause Ende September erneut infrage stehen.