Israels Ministerpräsident Netanjahu hat die Räumung nicht genehmigter Siedler-Außenposten im Westjordanland angeordnet. Das bestätigte Finanzminister Smotrich nach entsprechenden Berichten israelischer Medien.
Von der Anordnung sollen rund 100 Außenposten betroffen sein. Sie wurden ohne offizielle Genehmigung des israelischen Staates errichtet. Nach Angaben israelischer Medien bestehen die Anlagen meist aus Wohncontainern und bieten nur einer kleinen Zahl von Siedlern Unterkunft.
Netanjahu reagiert mit dem Schritt dem Bericht zufolge auf wachsenden Druck aus den USA. Die US-Regierung fordert ein härteres Vorgehen gegen Siedler, die gewaltsam gegen Palästinenser vorgehen.
Smotrich erklärte zugleich, dass er die Anordnung nicht billige. Seine Partei „Religiöser Zionismus“ fordert die Annexion des gesamten Westjordanlands.
Die Vereinten Nationen und die meisten Staaten bewerten sämtliche israelischen Siedlungen nach dem Völkerrecht als illegal. Die Meldung wurde am 6. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.