Nach mehreren Sabotagefällen an Anlagen des Stromnetzes fordert der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Günter Krings, ein härteres Vorgehen. Die Anschläge hätten eine terroristische Qualität, sagte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Krings unterstützt demnach die Einschätzung von Innenminister Dobrindt, der von „Klima-Extremismus“ gesprochen hatte. Die bestehenden harten Straftatbestände zum Schutz der rechtsstaatlichen und demokratischen Ordnung müssten konsequent angewendet werden, forderte der Unionspolitiker.
Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Özdemir dringt auf Konsequenzen. Die sicherheitsrelevante Infrastruktur müsse besser geschützt werden, sagte der Grünen-Politiker dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Zudem sprach er sich für eine enge Zusammenarbeit der Bundesländer aus.
Zuletzt waren in Sachsen bei versuchten Anschlägen auf das Stromnetz selbstgebaute Sprengvorrichtungen entdeckt worden. Die Behörden prüfen, ob ein Zusammenhang mit ähnlichen Funden in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen besteht.
Bei der Suche nach dem Tatverdächtigen setzen die Ermittler auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Dazu veröffentlichten die Behörden Fotos des Mannes.
Die Angaben gehören zu einer am 6. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreiteten Nachricht.