Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor einem weiteren Verlust von Industriearbeitsplätzen in Deutschland gewarnt. Die derzeitige Entwicklung müsse gestoppt werden, sagte Merz in Langenhagen. Deutschland müsse ein Industrieland bleiben.
Auslöser für die politischen Reaktionen sind die angekündigten weiteren Stellenstreichungen bei Volkswagen. Der Autobauer plant, in den kommenden Jahren rund 50.000 weitere Arbeitsplätze abzubauen und sein Modellangebot zu verkleinern.
Auch die Zukunft von vier deutschen VW-Werken ist nach den vorliegenden Angaben ungewiss. Die Krise bei Volkswagen stehe beispielhaft für die schwierige Lage der Automobilindustrie in Deutschland und Europa, erklärte Merz.
Der CDU-Vorsitzende begrüßte zugleich die Einigung im VW-Aufsichtsrat auf einen Umbau des Konzerns. Ein offener Streit über die Führung wäre angesichts der Herausforderungen für das Unternehmen nicht hilfreich gewesen.
Die Nachricht wurde am 6. September 2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.