Ein Vorfall nach einem Kampf hat den 8:6-Heimsieg des JC Leipzig gegen den TSV Abensberg überschattet. Der Leipziger Judoka Akaki Japaridze soll seinen Gegner Timo Cavelius kurz nach dem Ende des vorletzten Duells mehrfach geschlagen haben.
Nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung“ verlor der 29-jährige Cavelius dabei zwei Zähne und erlitt einen Kieferbruch. Noch am selben Abend wurde er demnach in der Leipziger Universitätsklinik operiert.
Der Angriff ereignete sich, nachdem Cavelius den Kampf in der Verlängerung gewonnen hatte. Der deutsche Judoka soll anschließend mit geballter Faust in Richtung Japaridze gejubelt haben. Daraufhin schlug der unterlegene Leipziger dreimal zu. Cavelius ging zu Boden und blutete aus dem Mund. Ein von der ARD gezeigtes Video dokumentiert die Szene.
Für den Ausgang der Begegnung war der Kampf zu diesem Zeitpunkt ohne Bedeutung. Leipzig stand bereits als Sieger fest. Japaridze wurde nach dem Vorfall disqualifiziert, außerdem wurde die Polizei eingeschaltet. Anschließend reiste der georgische Kämpfer laut dem Bericht unbehelligt zurück.
Der JC Leipzig distanzierte sich von dem Verhalten seines Sportlers. In einer Stellungnahme erklärte der Verein: „Gewalt hat in unserem Sport keinen Platz.“ Der Satz stammt aus der Mitteilung, in der der Klub zudem Respekt, Toleranz, Fairness und gegenseitige Achtung als Werte des Judo hervorhob.
Japaridze drohen nun sportliche und rechtliche Konsequenzen. Nach Angaben des Berichts sind eine lange oder sogar lebenslange Sperre möglich. Auch gegen den Verein könnten Sanktionen verhängt werden.