Der serbische Präsident Vucic ist von seiner Partei offiziell für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert worden. Er will nach der für Oktober geplanten Parlamentswahl die Regierung führen.
Die Entscheidung war erwartet worden. Den Termin für die Parlamentswahl hatte Vucic selbst um etwa ein Jahr vorgezogen.
Vucic ist seit 2017 Präsident Serbiens. Seine zweite Amtszeit endet im kommenden Jahr, eine weitere Wiederwahl ist nicht möglich. Mit dem Wechsel an die Regierungsspitze könnte er dennoch politisch an der Macht bleiben.
Am Rande der Parteiveranstaltung in der südostserbischen Stadt Nis kam es zu Protesten gegen den Präsidenten. Kritiker werfen Vucic vor, durch den Wechsel in das Amt des Ministerpräsidenten seine politische Macht sichern zu wollen.
Dem serbischen Präsidenten wird außerdem ein zunehmend autoritärer Regierungskurs vorgeworfen. Weitere Einzelheiten zu seiner Nominierung oder zum weiteren Verfahren wurden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.
Die Meldung gehört zu einem Bericht, der am 5. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt wurde.