Die gescheiterte Kandidatur der Juraprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht hat eine Debatte über den Zustand der Demokratie ausgelöst. In einer Kolumne bewertet René Pfister den Vorgang jedoch nicht als tiefe Systemkrise.
Pfister argumentiert vielmehr, dass die Auseinandersetzung ein Zeichen für eine funktionierende Demokratie sei. Dass die Wahl scheiterte, zeige demnach, dass über die Besetzung des höchsten deutschen Gerichts kontrovers diskutiert und entschieden werde.
Brosius-Gersdorf selbst ordnet ihre gescheiterte Kandidatur dem vorliegenden Text zufolge deutlich grundsätzlicher ein. Sie stellt die Frage, wie sich ein solcher Vorgang künftig verhindern lasse.
Der Beitrag ist als Meinung gekennzeichnet und trägt den Titel „Ich, Frauke Brosius-Gersdorf“. Er befasst sich mit dem Streit über das höchste deutsche Gericht und der politischen Bedeutung der gescheiterten Wahl.