Eine Boeing 727-223 mit dem Kennzeichen N844AA ist seit ihrem unerlaubten Start im Mai 2003 spurlos verschwunden. Bis heute wurden weder das Flugzeug noch gesicherte Hinweise zum Schicksal der mutmaßlich an Bord befindlichen Männer gefunden.
Die Maschine hob vom Flughafen Quatro de Fevereiro in Angola ab, obwohl keine Startgenehmigung vorlag. Nach dem Abflug verlor sich ihre Spur über dem Atlantik. Eine internationale Suche blieb ohne verwertbares Ergebnis.
Als letzter gesicherter Ablauf gilt laut TRAVELBOOK, das wie Aktuelly.de zu Axel Springer gehört, der Start vor Sonnenaufgang am 25. Mai 2003. An Bord sollen sich der US-Amerikaner Ben Charles Padilla und sein Helfer John Mikel Mutantu aus dem Kongo befunden haben.
Padilla war Luftfahrtingenieur, Mechaniker und Privatpilot. Beide Männer hatten an der Instandsetzung der Boeing gearbeitet. Die Maschine war nach einem gescheiterten Geschäft 14 Monate lang auf dem Flughafen abgestellt worden.
Für den Flug war Padilla nicht ausreichend qualifiziert. Er besaß lediglich eine Privatpilotenlizenz. Für den Flugzeugtyp werden laut dem Bericht mindestens drei Besatzungsmitglieder benötigt. Trotzdem rollte die Boeing ohne Funkkontakt mit dem Tower zur Startbahn. Dabei waren Lichter und Transponder ausgeschaltet.
Kurz darauf hob das Flugzeug in südwestlicher Richtung über den Atlantik ab. Der Besitzer Maury Joseph alarmierte anschließend mehrere Behörden. Neben dem FBI wurden auch die CIA und das US-Militär eingeschaltet.
Wegen der zeitlichen Nähe zu den Anschlägen vom 11. September 2001 bestand die Sorge, die Boeing könnte für einen Terroranschlag eingesetzt werden. US-Spionagesatelliten suchten deshalb in Afrika nach möglichen Landeorten, fanden jedoch keine verwertbaren Hinweise.
Im Lauf der Jahre wurden verschiedene Theorien zum Verbleib der Maschine aufgestellt. Zeugen vermuteten einen Absturz im Atlantik oder einen Abschuss durch das angolanische Militär. Andere Hinweise führten angeblich in den Kongo oder nach Burundi.
Für weitere Spekulationen sorgte eine Vollmacht, die Padilla seiner Frau vor der Reise über sein Vermögen erteilt haben soll. Auch ein möglicher Versicherungsbetrug wurde diskutiert. Das letzte mögliche Lebenszeichen der Boeing stammt dem Bericht zufolge vom 28. Juni 2003 aus Conakry in Guinea. Seitdem fehlt von der Maschine jede Spur.