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September 4, 2026
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Ungarische Hochschulen sollen wieder am Erasmus-Austausch teilnehmen

Alle Hochschulen in Ungarn sollen künftig wieder am europäischen Studentenaustauschprogramm Erasmus teilnehmen. Das teilte die ungarische Bildungsministerin Lannert mit.

Die EU-Kommission hatte vor vier Jahren 21 ungarische Hochschulen von dem Programm ausgeschlossen. Zur Begründung verwies sie auf Interessenkonflikte und Bedenken hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit.

Die betroffenen Hochschulen waren unter dem ehemaligen Regierungschef Orban in den Besitz von Stiftungen überführt worden. In deren Vorständen saßen Politiker, die Orban nahestanden. Zu den ausgeschlossenen Einrichtungen gehörte auch die Budapest University of Technology and Economics.

Unter Orbans pro-europäischem Nachfolger Magyar wurde zuletzt beschlossen, diese Stiftungen aufzulösen. Die Hochschulen sollen damit wieder unter staatliche Kontrolle gestellt werden. Die Maßnahme ist zugleich Teil eines Pakets gegen Korruption.

Die ungarische Regierung will mit den Änderungen erreichen, dass eingefrorene EU-Gelder in Milliardenhöhe freigegeben werden. Ob und wann die Hochschulen wieder vollständig am Erasmus-Programm teilnehmen, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Die Nachricht wurde am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.

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