Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaats Missouri hat die neue Einteilung der Wahlkreise für die Kongresswahlen im November vorerst gestoppt. Die Neuzuschnitte waren von den Republikanern vorgenommen worden.
Nach Auffassung des Gerichts hat die Regierung des Bundesstaats ein Referendum über die neue Wahlkreiseinteilung unrechtmäßig verhindert. Kritiker der Maßnahme hatten die Volksabstimmung beantragt.
Die Wahlkreise waren nach einer Aufforderung von Präsident Trump so verändert worden, dass sich die Chancen der Republikaner bei den Kongresswahlen verbessern sollten. Die Partei verfügt im US-Repräsentantenhaus derzeit nur über eine knappe Mehrheit.
Der Streit in Missouri steht im Zusammenhang mit der Debatte über sogenanntes „Gerrymandering“. Damit wird in den USA die gezielte Neuzuschneidung von Wahl- oder Stimmbezirken bezeichnet. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte zuletzt mehreren republikanisch regierten Bundesstaaten erlaubt, Stimmbezirke mit einem hohen Anteil schwarzer Wähler aufzuteilen. Diese Wähler unterstützen in der Regel mehrheitlich die Demokraten.
Die Meldung wurde am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.