Das Bundeskriminalamt hat im laufenden Jahr bislang 165 Verdachtsfälle von Sabotage erfasst. Darüber berichten NDR, WDR und die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf ein internes Lagebild.
Die Übersicht stammt den Berichten zufolge aus dem Gemeinsamen Abwehrzentrum Hybrid, das im Juni in Berlin eingeweiht wurde. In der Auflistung findet sich demnach auch der mutmaßliche Anschlag auf ein Umspannwerk nahe Bergheim bei Köln.
Zu den registrierten Fällen gehören außerdem zwei pyrotechnische Angriffe auf Stromübertragungstechnik nahe Braunkohlekraftwerken in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Die Taten ereigneten sich in dieser Woche. Ein Zusammenhang zwischen beiden Angriffen gilt den Angaben zufolge als wahrscheinlich.
Darüber hinaus sollen Polizeibehörden von Bund und Ländern bereits mehr als 100 Straftaten mit Bezug zu Spionage festgestellt haben. Dabei kamen den Berichten zufolge unter anderem Kamera-Drohnen zum Einsatz. Die Verantwortlichen für die Drohnen konnten demnach nur selten ermittelt werden.
Im Juli nahm die Polizei in Bayern einen Moldauer fest. Die Ermittler werfen ihm vor, ein Rüstungsunternehmen für den russischen Staat ausgespäht zu haben.