Mehrere EU-Staaten wollen bis zum Jahresende Vereinbarungen mit Drittstaaten über die Rückführung abgelehnter Asylbewerber schließen. Das sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen in Kopenhagen.
Nach Angaben des Deutschlandfunks laufen bereits Gespräche auf technischer Ebene mit Ländern außerhalb der Europäischen Union. Mit welchen Staaten konkret verhandelt wird, blieb zunächst offen.
An dem Treffen nahmen neben Dobrindt die Innenminister aus Dänemark, Griechenland, Österreich und den Niederlanden teil. Auch der zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner war beteiligt.
Der dänische Innenminister Peter Bødskov äußerte die Erwartung, dass Ende kommenden Jahres die ersten Migranten in solche Zentren abgeschoben werden könnten. Die Einrichtungen werden als „Return Hubs“ bezeichnet.
In der Europäischen Union waren zuletzt die gesetzlichen Voraussetzungen geändert worden. Dadurch soll es möglich werden, Menschen auch in Länder zurückzuführen, zu denen sie keinen persönlichen Bezug haben. Voraussetzung ist allerdings, dass die jeweiligen Drittstaaten einer Aufnahme zustimmen.
Die Nachricht wurde am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks gesendet.