In Washington haben die Arbeiten an einem geplanten Triumphbogen von US-Präsident Donald Trump begonnen. Innenminister Doug Burgum teilte am Donnerstag auf X mit, dass in den kommenden zwei Wochen die Aushubarbeiten für das Fundament starten sollen.
Nach Angaben der „New York Times“ liegt für das Bauprojekt bislang jedoch keine finale Genehmigung vor. Denkmalschützer, Anwohner und Veteranen haben sich gegen das Vorhaben ausgesprochen. Nach Angaben der „Washington Post“ gehen einige von ihnen juristisch gegen das Projekt vor.
Der Triumphbogen soll 76 Meter hoch werden. Damit wäre er fast dreimal so hoch wie das Brandenburger Tor in Berlin und etwa anderthalbmal so hoch wie der Pariser Triumphbogen. US-Medien bezeichnen das Bauwerk in Anspielung auf den „Arc de Triomphe“ bereits als „Arc de Trump“.
Geplant ist ein strahlend weißes Monument, das von einer goldenen Freiheitsstatue mit Engelsflügeln und zwei Adlern gekrönt werden soll. Der Bau soll auf einem Kreisverkehr vor dem Nationalfriedhof Arlington entstehen. Auf dem Friedhof sind Hunderttausende US-Soldaten begraben.
Vietnam-Veteranen und ein Historiker haben nach den vorliegenden Angaben unter anderem kritisiert, dass das Monument die Sicht vom Friedhof aus behindern könnte. Das Bauwerk soll außerdem in einer Achse mit dem Lincoln Memorial auf der gegenüberliegenden Seite des Potomac-Flusses liegen.
Trump hatte den geplanten Triumphbogen als „den größten und schönsten Triumphbogen der ganzen Welt“ bezeichnet. Kritiker sehen in dem Projekt vor allem ein persönliches Denkmal für den Präsidenten.
Der Triumphbogen gehört zu mehreren umstrittenen Bauvorhaben in Washington, mit denen sich der 80-jährige Trump nach Einschätzung seiner Kritiker ein Vermächtnis schaffen will. Die Kommission der schönen Künste billigte die Pläne im Mai. Nach den vorliegenden Angaben sind ihre Mitglieder von Trump-Verbündeten geprägt. Trump hatte die ursprünglichen Mitglieder des Gremiums nach seinem erneuten Amtsantritt im vergangenen Jahr entlassen.