Eine Gruppe von 52 Europaabgeordneten fordert strengere Regeln für den Jugendschutz auf den Plattformen Instagram und Facebook. In einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen setzen sich die Politiker aus nahezu allen politischen Lagern dafür ein, dass Meta seine Schutzmaßnahmen in Europa verbessert.
Die Abgeordneten verweisen auf Zusagen des US-Konzerns für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen in den Vereinigten Staaten. Meta hatte sich im August mit mehreren US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt und wegen Mängeln beim Kinder- und Jugendschutz einer Zahlung von umgerechnet rund 14 Milliarden Euro zugestimmt.
Nach Ansicht der EU-Politiker muss die Europäische Union gegenüber dem Unternehmen härter vorgehen. Geldstrafen allein würden Tech-Konzerne wie Meta häufig nicht ausreichend treffen, heißt es in dem Schreiben.
Die Abgeordneten fordern deshalb, dass die EU auch gerichtliche Maßnahmen gegen Plattformen in Betracht zieht. Bei schwerwiegenden und andauernden Verstößen müsse es möglich sein, vorübergehende Netzsperren zu erwirken.
Die Nachricht wurde am 3. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.