Die Umweltjuristin Roda Verheyen und der Membranforscher Klaus Vossenkaul erhalten in diesem Jahr den Deutschen Umweltpreis. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gab die Auszeichnung in Osnabrück bekannt.
Verheyen wird für ihr Engagement für klare rechtliche Vorgaben zum Schutz von Klima und Umwelt geehrt. Nach Angaben der DBU setzt sie sich dafür ein, dass Menschen, die von den Folgen des Klimawandels betroffen sind, Gehör finden.
Die Juristin überträgt abstrakte Vorgaben aus dem nationalen und internationalen Recht auf konkrete Fälle. Dadurch würden diese Regelungen wirksam, erklärte die Stiftung.
Der zweite Preis geht an den Aachener Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul. Ausgezeichnet wird er für innovative Entwicklungen zur Abwasserreinigung in Kläranlagen.
Die von Vossenkaul entwickelten Filter verfügen über besonders feine Poren. Sie können nach Angaben der DBU problematische Stoffe wie Mikroplastik, Krankheitserreger und multiresistente Keime aus dem Abwasser herausfiltern. Vossenkaul sei damit Wegbereiter einer Technologie, die bereits heute die Standards von morgen erfülle, hieß es.
Die Preise sind insgesamt mit 500.000 Euro dotiert. Bundespräsident Steinmeier soll die Auszeichnungen am 25. Oktober in Aachen überreichen.
Der Deutsche Umweltpreis gilt als eine der höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas. Die Angaben gehören zu einer am 3. September 2026 im Deutschlandfunk verbreiteten Nachricht.