Zum 35-jährigen Bestehen des Weimarer Dreiecks haben die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens ihre gemeinsame Unterstützung für die Verteidigung der europäischen Freiheit bekräftigt.
Bei dem Treffen in Weimar erklärte Bundesaußenminister Johann Wadephul, Deutschland sei grundsätzlich zu einem Dialog mit Russland bereit. Voraussetzung sei jedoch, dass Moskau den Krieg gegen die Ukraine beende und Angriffe auf Deutschland sowie seine Verbündeten unterlasse.
Der polnische Außenminister Radosław Sikorski sagte, ein normales Geschäft mit Russland in anderen Bereichen sei nicht möglich, solange die russische Führung an ihren Plänen zum Wiederaufbau eines Imperiums festhalte.
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot sicherte Polen und Deutschland sowie der gesamten Europäischen Union die Unterstützung seines Landes zu. Angriffe auf Polen und Deutschland, wie sie sich bereits ereignet hätten, seien als Angriff auf die gesamte Union zu betrachten.
Die drei Minister würdigten außerdem die engen Beziehungen zwischen ihren Ländern. Diese würden auch durch die Zivilgesellschaft gestärkt. Das Weimarer Dreieck war Ende August 1991 von den damaligen Außenministern Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski ins Leben gerufen worden.
Die Nachricht wurde am 3. September 2026 im Programm Deutschlandfunk ausgestrahlt.