Preußen Münster steht nach der deutlichen 1:4-Niederlage bei Viktoria Köln im Heimspiel gegen den TSV Havelse unter Zugzwang. Gegen den Aufsteiger soll am Samstag im LVM-Stadion unbedingt ein Sieg her.
Die Niederlage in Köln fiel für die Münsteraner deutlich aus. Der Auftritt wurde als fehlerhaft und mutlos beschrieben und brachte auch Trainer Thomas Wörle nach dem Abpfiff in Erklärungsnot. Mehr als 2000 mitgereiste Anhänger unterstützten die Mannschaft trotz der Pleite weiterhin.
Gegen Havelse erwarten die Fans nun eine Wiedergutmachung. Einen weiteren Ausrutscher wie in Köln können sich die „Schwarz-Weiß-Grünen“ laut dem Bericht nicht erlauben. Nach dem dritten Spieltag steht Preußen Münster auf Platz zwölf. Bei einem weiteren Punktverlust könnte der Klub in den Tabellenkeller abrutschen.
Die Partie gegen den Aufsteiger beginnt am Samstag um 14 Uhr im heimischen LVM-Stadion. Erwartet werden bis zu 13.000 Zuschauer. Havelse rückte nach dem Lizenzentzug für die Münchner Löwen in die 3. Liga nach.
Für Preußen spricht derzeit nicht die Heimbilanz. Seit dem 2:1 gegen Holstein Kiel am 31. Oktober des vergangenen Jahres gelang Münster in der Liga kein weiterer Erfolg im eigenen Stadion. Das entspricht laut dem Bericht einer Serie von 309 Tagen.
Präsident Christian Pander zeigte sich trotz der Niederlage in Köln gelassen. „Druck gibt’s immer, weil wir jedes Spiel gewinnen wollen“, sagte er. Zugleich bezeichnete Pander die Leistung als „extrem schwach“. Der Verein habe im Sommer einen großen Umbruch erlebt, weshalb die Saison nicht einfach werde. Von der Zusammensetzung des Kaders sei er dennoch weiterhin überzeugt.
Pander verwies zudem darauf, dass die Tabelle zu diesem frühen Zeitpunkt noch keine verlässliche Aussagekraft habe. Leichte Gegner gebe es nicht, jeder könne jeden schlagen. Als Beispiele nannte er Haveles 3:2 gegen Waldhof Mannheim und den 3:0-Erfolg des Mitaufsteigers Meppen in Aachen.
Parallel bemühen sich die Verantwortlichen weiter um eine Verstärkung, mutmaßlich für das zentrale Mittelfeld. Nachdem das Transferfenster geschlossen ist, könnte nur noch ein vertragsloser Spieler verpflichtet werden. Die Gespräche über einen erfahrenen Profi ziehen sich jedoch hin. Einen Abschluss schloss Pander nicht aus, erklärte aber, in die Verhandlungen kaum eingebunden zu sein.
Ein Sieg gegen Havelse würde den Druck auf die Mannschaft zunächst verringern und zugleich einen Fehlstart verhindern.