Das Bundeswirtschaftsministerium prüft nach eigenen Angaben, ob deutsche Kohlekraftwerke stärker genutzt werden können, um den hohen Strompreisen entgegenzuwirken. Ein Sprecher dämpfte jedoch die Erwartungen an eine solche Maßnahme.
Im Mittelpunkt stehen Kraftwerke, die derzeit in Reserve gehalten werden und eigentlich nur bei Engpässen einspringen sollen. Sie zur Senkung der Preise hochzufahren, sei aus fachlichen, wirtschaftlichen und europarechtlichen Gründen nicht einfach, erklärte der Sprecher.
Bei den Anlagen handelt es sich demnach um relativ alte und ineffiziente Kraftwerke. Zudem sei unklar, ob eine stärkere Nutzung überhaupt einen positiven Einfluss auf die Strompreise hätte.
Unionsfraktionsvize Müller hatte angesichts der hohen Gaspreise in der „Wirtschaftswoche“ vorgeschlagen, die deutschen Kohlekraftwerke stärker einzusetzen. Bei der SPD stieß der Vorschlag auf Ablehnung.
Regierungssprecher Kornelius erklärte zur Nutzung der Reservekraftwerke, die Frage stelle sich derzeit nicht. Die Nachricht wurde am 1. September 2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.