Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall kritisiert, dass die SPD von der geplanten Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag abrückt. Hauptgeschäftsführer Zander forderte für diesen Fall die Einführung von Karenztagen.
In der Debatte über die Attestpflicht bezog sich Zander gegenüber der „Rheinischen Post“ auf das Vorhaben der schwarz-roten Koalition. Sollte die SPD gemeinsam mit ihrer Ko-Vorsitzenden die vereinbarte Regelung nicht mehr unterstützen, müssten aus Sicht des Verbandes stattdessen Karenztage eingeführt werden.
Zur Begründung verwies Zander darauf, dass der Krankenstand in Deutschland derzeit insgesamt zu hoch sei.
Bundesarbeitsministerin Bas hatte die Pläne zuvor infrage gestellt. Ihrer Ansicht nach sollte erneut geprüft werden, ob eine verpflichtende Krankschreibung bereits am ersten Krankheitstag sinnvoll ist.
Außerdem sprach sich Bas für mögliche Ausnahmen aus. Unternehmen, die tarifgebunden sind und bereits eigene Regelungen vereinbart haben, könnten davon aus ihrer Sicht ausgenommen werden.
Die SPD rückt damit erneut von der Forderung ab, bereits am ersten Tag einer Erkrankung ein Attest vorzulegen. Die Angaben gehören zu einer am 1. September 2026 im Deutschlandfunk verbreiteten Nachricht.