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September 1, 2026
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Bundesregierung macht Russland für Drohnen-Anschlagsversuch in Leipzig verantwortlich

Die Bundesregierung macht Russland für den Versuch verantwortlich, mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle einen Anschlag zu verüben. Bundesinnenminister Dobrindt und Außenminister Wadephul kündigten deshalb neue Maßnahmen gegen Moskau an.

Nach Angaben Dobrindts sprechen polizeiliche Ermittlungen, das Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse für eine russische Verantwortung. Dem Innenminister zufolge wurde ein Sprengstoff eingesetzt, der aus Russland bekannt sei. Auch die Konfiguration der Drohne weise auf einen entsprechenden Zusammenhang hin.

Dobrindt ordnete die abschließende Ausführung des missglückten Anschlags dem Bereich von „Low-Level-Agenten“ zu. Zugleich betonte der CSU-Politiker, Deutschland befinde sich nicht im Krieg. Das Land sei jedoch täglich Ziel hybrider Kriegsführung.

Als Reaktion kündigte Außenminister Wadephul mehrere Strafmaßnahmen an. Das russische Generalkonsulat in Bonn soll zum 18. September geschlossen werden. Außerdem wird der russische Botschafter einbestellt. Der Vertrag für das Russische Haus in Berlin soll gekündigt werden. Zusätzlich will die Bundesregierung die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige verschärfen.

Wadephul erklärte außerdem, Deutschland werde seine zivile und militärische Unterstützung für die Ukraine fortsetzen. Weitere Maßnahmen im nachrichtendienstlichen Bereich seien vorgesehen.

Die Bundesregierung will ihre Erkenntnisse zu dem Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle dem NATO-Rat vorlegen. In dem Gremium sitzen die NATO-Botschafter der Mitgliedstaaten.

Russland weist die Vorwürfe zurück. Das Außenministerium in Moskau kündigte eine Reaktion auf die „antirussischen Maßnahmen“ Deutschlands an. Präsident Wladimir Putin bestritt jede Verantwortung für den Anschlagsversuch und forderte die Bundesregierung auf, Beweise vorzulegen.

Unterstützung erhielt Deutschland von der Europäischen Union und der NATO. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen erklärte, die EU stehe vollständig an der Seite Deutschlands. NATO-Generalsekretär Mark Rutte teilte mit, das Bündnis werde seine Mitglieder gegen jede Bedrohung verteidigen.

Der mit Sprengstoff präparierte Flugkörper war Anfang August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft bezeichnete den Vorgang als schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland.

Die Informationen gehören zu einem am 1. September 2026 ausgestrahlten Bericht des Deutschlandfunks.

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