Mit dem September hat für Hunderttausende junge Menschen in Deutschland das neue Ausbildungsjahr begonnen. Gleichzeitig suchen viele Betriebe weiterhin vergeblich nach Nachwuchs.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren zuletzt rund 116.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Zugleich hatten etwa 102.000 junge Menschen noch keinen Ausbildungsplatz.
Als Grund gilt das sogenannte Passungsproblem. Die Berufswünsche der Jugendlichen, die Standorte der Unternehmen und die gegenseitigen Erwartungen an Qualifikationen stimmen häufig nicht überein.
Die Industrie- und Handelskammern warnen zudem davor, dass sich der demografische Wandel zunehmend auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar macht.
Im Handwerk zeichnet sich dagegen eine positive Entwicklung ab. Dort wurden im ersten Halbjahr mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Zu den beliebtesten Ausbildungsberufen gehörten nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung im vergangenen Jahr Kfz-Mechatroniker, Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer und Fachinformatiker.
Der Bericht zum Ausbildungsstart wurde am 1. September 2026 im Programm Deutschlandfunk ausgestrahlt.