Die Lage im Iran, der bevorstehende Wahlkampfauftritt von Bundeskanzler Friedrich Merz in Sachsen-Anhalt und ein ungewöhnlicher Umgang mit Bildern von Nosferatu-Spinnen standen im Mittelpunkt der abendlichen Nachrichtenübersicht.
Nach mehreren Wochen haben die USA nach Angaben des Berichts erneut Ziele im Iran angegriffen. Teheran reagierte mit Gegenschlägen. Zugleich bleibt unklar, welche konkreten Schäden entstanden sind und ob die Angriffe die Lage in dem Konflikt verändert haben.
Satellitenbilder zeigen außerdem, dass die Reparaturarbeiten an einer mutmaßlichen iranischen Nuklearanlage bereits begonnen haben. Die Angriffe auf entsprechende Anlagen galten als Teil des erklärten Ziels der USA und Israels, das Regime in Teheran nuklear zu entwaffnen. Die Bilder wurden von Journalistinnen des SPIEGEL analysiert.
Auch innerhalb des Irans herrscht dem Bericht zufolge große Unsicherheit. Menschen beschrieben ihre Lage als schwer einzuschätzen und äußerten Rat- und Hoffnungslosigkeit. Ein Rechtsanwalt fragte, ob sich das Land im Krieg oder im Frieden befinde. Ein Programmierer erklärte, er verlasse sich nur noch auf sichtbare Anzeichen wie Explosionen oder sinkende Preise.
In Sachsen-Anhalt beginnt unterdessen die entscheidende Woche vor der Landtagswahl am Sonntag. Nach 1945 droht in Deutschland erstmals eine Machtübernahme durch Rechtsextreme auf Länderebene. Bundeskanzler Friedrich Merz will am Abend in den Wahlkampf einsteigen und zu einem Termin nach Quedlinburg im Harz reisen.
Der CDU-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, hat sich bislang deutlich von Merz abgegrenzt. Der Besuch des Kanzlers soll deshalb kein klassischer öffentlicher Wahlkampfauftritt werden. Geplant ist laut dem Bericht ein Treffen mit einem kleinen Kreis von etwa 30 ausgewählten CDU-Mitgliedern. Die breite Öffentlichkeit soll weitgehend ausgeschlossen bleiben.
Für die Berichterstattung über die Wahl wurde ein Newsblog eingerichtet, in dem die Entwicklungen der Woche zusammengetragen werden.
Ein weiteres Thema ist der Umgang mit der Nosferatu-Spinne. Weil Bilder echter Spinnen Menschen mit einer Spinnenphobie abschrecken können, zeigt der Beitrag zunächst eine heitere Illustration. Fotografien der Tiere werden erst nach einem zusätzlichen Klick sichtbar.
Der begleitende Text beschäftigt sich unter anderem mit der Lebensweise der Nosferatu-Spinne, ihrer möglichen Gefährlichkeit und dem Interesse der Forschung an ihrer Spinnenseide. Von dieser Spinnenart leben inzwischen immer mehr Tiere in Deutschland.
Zu den weiteren Meldungen des Tages gehört die Festnahme eines 43-jährigen Tatverdächtigen nach einer tödlichen Schießerei bei einem Open-Air-Event im schweizerischen Aarau. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus.
Nach der Ablehnung von EU-Beitrittsverhandlungen durch Island forderte Außenminister Wadephul, die Europäische Union müsse attraktiver werden. Die Bundesregierung reagierte mit Bedauern auf das Referendum.
US-Präsident Donald Trump will zudem strategische Ölreserven der Vereinigten Staaten mit Öl aus Venezuela auffüllen. Venezuela verfügt über große Ölvorkommen. Trump bezeichnete seine Pläne als ein „Geschenk an die Vereinigten Staaten“.