Nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt haben Minderheitenvertreter Sorgen geäußert und ihren Widerstand gegen Ausgrenzung bekräftigt. Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) erklärte, sie lasse sich nicht aus dem Land herausdefinieren.
„Schwarze Menschen gehören zu Sachsen-Anhalt“, teilte die Initiative mit. Ihre Existenz sei auch in anderen Bundesländern nicht verhandelbar. Das gelte ebenso für ihre Rechte und ihre Würde.
Die Türkische Gemeinde in Deutschland forderte konkrete Schutzgarantien für alle Menschen, die zur Zielscheibe rechtsextremer Gewalt werden könnten. Die Bundesvorsitzende Çağlar sagte, es gehe um konkrete Menschen, die sich fragten, ob sie auf der Straße noch sicher seien und ob ihre Kinder angstfrei zur Schule gehen könnten.
Zudem stelle sich für viele die Frage, ob sie in Deutschland weiterhin selbstverständlich dazugehört. Niemand dürfe zur Zielscheibe werden, weil er migrantisch gelesen werde, einer anderen Religion angehöre, queer sei oder nicht in das völkische Weltbild der extremen Rechten passe.
Auch zivilgesellschaftliche Akteure in Sachsen-Anhalt kündigten an, aktiv zu bleiben. Sie erklärten, Menschen unterstützen zu wollen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt würden. Außerdem solle Schutz organisiert werden.
In Halle wurde eine Anlaufstelle für besorgte Bürger eingerichtet. Dort wolle man damit beginnen, offen über die eigene Angst zu sprechen, statt allein zu Hause zu bleiben.
Weitere Minderheitenvertreter hatten sich bereits zuvor ähnlich geäußert. Die Meldung wurde am 8. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks gesendet.