Brandenburg untersucht angesichts des Klimawandels Möglichkeiten für den Anbau von Safran. Als mögliche geeignete Standorte gelten nach Angaben von Landwirtschaftsministerin Mittelstädt (SPD) die sandigen Böden der Lausitz.
Safran wird aus den Stempeln der Krokuspflanze gewonnen und zählt zu den wertvollsten Gewürzen der Welt. In Deutschland ist der Anbau bislang eine seltene Nischenproduktion. Die Klimaveränderungen könnten jedoch dazu beitragen, dass sich dies in den kommenden Jahren ändert.
Safran wird bereits in mehreren deutschen Regionen angebaut, darunter Thüringen, die Pfalz und Sachsen. Für ein Kilogramm des Gewürzes werden laut Landwirtschaftsministerium etwa 150.000 bis 200.000 Blüten benötigt. Dafür ist demnach ungefähr ein Hektar Anbaufläche erforderlich.
Zu den klassischen Anbaugebieten gehören der Iran, Afghanistan und die Mittelmeerregion. Um die Safrananbauer in Deutschland besser miteinander zu vernetzen, begann im Landkreis Oberspreewald-Lausitz das zweite Deutsche Safransymposium.
Die Meldung wurde am 8. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.