Ein umfangreiches Diamant-Konvolut hat in der Ausgabe von „Bares für Rares“ am 8. September 2026 für einen lebhaften Bieterwettstreit gesorgt. Eine Studentin aus Bonn und ihre Mutter aus Aachen boten ein Erbstück aus dem Familienbesitz an.
Zu dem Set gehören ein Platin-Ring im Art-Déco-Stil, eine große Diamantbrosche und ein Armband. Dessen Mittelteil dürfte ursprünglich als Ringkopf gefertigt worden sein. Die Schmuckstücke stammen aus dem Besitz ehemaliger Schwiegereltern und wurden über mehrere Generationen weitergegeben. Die heutige Besitzerin erhielt das Konvolut 2011 aus dem Nachlass einer Verwandten der früheren Schwiegerfamilie.
Nach Einschätzung der Experten stammt der Ring aus den späten 1930er-Jahren. Er besteht aus Platin und ist mit zwei zentralen Brillanten von jeweils rund 0,2 Karat besetzt. Die Brosche wird stilistisch eher den 1940er-Jahren zugeordnet und weist einen umfangreichen Diamantbesatz auf.
Beim Armband treffen nach der Expertise ein ehemaliger Ringkopf aus den 1930er-Jahren und Teile eines Weißgold-Armbands aus der Zeit um 1950 zusammen. Das Gesamtgewicht der Diamanten wird auf sechs bis sieben Karat geschätzt. Der Wert des enthaltenen Platins und Goldes wurde mit rund 2.600 Euro angegeben. Für das gesamte Set ermittelten die Experten einen Marktwert von etwa 6.500 bis 7.000 Euro.
Die Verkäuferinnen hatten zunächst 8.000 Euro erwartet. Mit der Einschätzung waren sie jedoch einverstanden und nahmen die Händlerkarte an. Im Händlerraum begann das Bieten bei 3.200 Euro. Mehrere Händler erhöhten ihre Gebote in kurzen Abständen. Nachdem die Verkäuferinnen den geschätzten Wert genannt hatten, wurde weiter nachgelegt.
Am Ende wechselte das Diamant-Set für 5.700 Euro den Besitzer. 2.000 Euro wurden bar gezahlt, der übrige Betrag soll per Überweisung beglichen werden.
In der Sendung wurden außerdem weitere Raritäten vorgestellt. Dazu gehörten eine aus 375er-Gold gefertigte Herz-Medaillonkette mit einer Expertenschätzung von 600 bis 800 Euro, ein historisches Poesiealbum aus dem Jahr 1784 mit einer Schätzung von 500 bis 700 Euro sowie eine Rosenthal-Porzellanfigur der Tänzerin Lena Amsel. Für die um 1919 entstandene Figur wurden 900 bis 1.200 Euro veranschlagt.
Ebenfalls angeboten wurde ein originalverpackter Riegel „Paul McCarthy’s Chocolate Nose Bar“. Das ungeöffnete Kunstobjekt, das Teil einer Installation auf der Expo 2000 in Hannover war, wurde auf 150 bis 200 Euro geschätzt. Ob und zu welchen Preisen diese weiteren Stücke verkauft wurden, blieb in der vorliegenden Zusammenfassung offen.