Der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt, neue Spannungen im Falklandkonflikt und die Fahndung nach einem mutmaßlichen Saboteur haben die Nachrichtenlage am Abend bestimmt.
Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt kam die AfD auf 43,8 Prozent. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich anschließend nachdenklich und stellte die Frage, wie es zu diesem Ergebnis kommen konnte. Zugleich verteidigte er den Reformkurs seiner Regierung.
Merz kündigte an, die Menschen künftig auch emotional stärker erreichen zu wollen. Wie eine von ihm angekündigte „bessere Erzählung“ konkret aussehen soll, blieb zunächst offen. Der Kanzler betonte außerdem seine Einigkeit mit Vizekanzler und SPD-Chef. Aus der SPD kamen laut dem Bericht bereits distanzierende Töne.
Für neue Spannungen im Streit um die Falklandinseln sorgt unterdessen US-Präsident Donald Trump. In einem Interview deutete er an, dass die Vereinigten Staaten Großbritannien in einem möglichen Konflikt um den Archipel nicht unbedingt zu Hilfe kommen würden. Argentinischer Präsident Javier Milei bekräftigte daraufhin die Ansprüche seines Landes auf die Inseln, die in Argentinien Malvinas genannt werden.
Trumps Äußerung steht nach Angaben des Berichts auch im Zusammenhang mit seiner Kritik an der britischen Unterstützung im Irankrieg. Zugleich wird sie als Teil eines politischen Anspruchs der US-Regierung auf eine stärkere Vorherrschaft auf dem amerikanischen Kontinent eingeordnet.
Im Zusammenhang mit Angriffen auf Einrichtungen der Energieinfrastruktur in mehreren Bundesländern fahndet die Polizei weiterhin nach einem 48-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen. Die Behörden veröffentlichten am Wochenende zwei Fotos des Tatverdächtigen und bitten um Hinweise aus der Bevölkerung.
Ein Großeinsatz im Hambacher Forst nahe Köln brachte am Sonntag keine Hinweise auf den Gesuchten. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gibt es dem Bericht zufolge keine Anzeichen für eine feste Anbindung des Mannes an eine linksextreme Gruppierung oder für eine Steuerung durch eine fremde Macht.
In Sachsen entdeckten Einsatzkräfte zudem neun weitere selbst gebaute Sprengvorrichtungen. Spezialkräfte entschärften die Funde. Sie lagen unmittelbar an Hochspannungstrassen in der Nähe des Umspannwerks Graustein bei Görlitz. Nach Angaben des Landeskriminalamts und der Generalstaatsanwaltschaft Dresden wurden die Vorrichtungen mutmaßlich für Anschläge auf die Stromversorgung aufgestellt.
Weitere Meldungen des Tages: Die Europäische Union verurteilte die Verherrlichung des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić bei dessen Begräbnis in Belgrad. Volkswagen verkauft sein Werk in Osnabrück; dort sollen künftig Militärfahrzeuge hergestellt werden. Außerdem füllten sich die Autobahnen in Süddeutschland wegen des dort noch laufenden Ferienendes.