Auf der IFA in Berlin sind Schutzhüllen aufgetaucht, die für Apples bislang nicht offiziell vorgestelltes faltbares iPhone gedacht sein sollen. Chinesische Zubehörhersteller warben an ihren Messeständen offen mit dem Namen „iPhone Ultra“ und zeigten angebliche Bilder des kommenden Modells.
Die Entdeckung erfolgte kurz vor einem von Apple angekündigten Event am 9. September. Dort wird neben neuen Pro-Modellen auch die Vorstellung eines faltbaren iPhones erwartet. Ob das Gerät tatsächlich den Namen „iPhone Ultra“ tragen wird, ist bislang nicht bestätigt.
Nach dem Bericht von BILD präsentierten mehrere Anbieter auf der Messe passende Hüllen. Zubehörhersteller erhalten häufig frühzeitig Maße und technische Daten neuer Smartphones, damit sie zum Verkaufsstart geeignete Produkte anbieten können. Die nun gezeigten Modelle passen zu den bisherigen Gerüchten über ein erstes faltbares iPhone.
Der Hersteller ESR zeigte BILD bei einem exklusiven Termin außerdem einen Prototypen. Die Hülle verfügt über einen Aufsteller auf der Rückseite, der sich abklappen lässt. Dadurch soll das Case sowohl beim Außen- als auch beim Innendisplay eine Nutzung im Hoch- und Querformat ermöglichen.
Bei einer praktischen Prüfung wirkte die Hülle vergleichsweise dick. Dünne Schutzhüllen sind bei faltbaren Smartphones allerdings generell schwierig umzusetzen, da sie sämtliche Seiten des Gehäuses abdecken müssen.
Für Apple sind die vorab gezeigten Zubehörprodukte besonders problematisch. Der Konzern setzt bei seinen Produktpräsentationen auf eine inszenierte Enthüllung und hält Informationen zu neuen Geräten üblicherweise geheim. Wenn Hüllenhersteller bereits vor der offiziellen Vorstellung Rückschlüsse auf das Design ermöglichen, nimmt das einen Teil der Überraschung vorweg.
Das erwartete Falt-iPhone gilt als einer der bedeutendsten Apple-Starts der vergangenen Jahre. Berichten zufolge könnte das Gerät mehr als 2.000 Dollar kosten und in Konkurrenz zu Samsungs Galaxy Z Fold treten. Eine offizielle Bestätigung zu Ausstattung, Preis oder Namen liegt bislang nicht vor.