Die Polizei in Ecuador hat im Hafen von Machala mehr als zwei Tonnen Kokain beschlagnahmt. Die Drogen waren zwischen Obstkisten in einem für den Export bestimmten Container versteckt. Die Ladung sollte von Puerto Bolívar nach Schweden transportiert werden.
Nach Angaben von Innenminister John Reimberg und der ecuadorianischen Polizei wurde der Container am Sonntagabend Ortszeit kontrolliert. Dabei schlug ein Drogenspürhund an. Die Beamten fanden anschließend 2040 Pakete mit Kokain zwischen den Kisten.
Die Ermittler wollen nun klären, wie die Drogen in den Container gelangten und wer an dem Transport beteiligt war. Darüber berichtete das ecuadorianische Nachrichtenportal „Expreso“.
Ecuador gilt seit mehreren Jahren als wichtiges Transitland für Kokain aus den Nachbarstaaten Kolumbien und Peru. Die Drogen werden dort gelagert und über Routen durch Zentralamerika vor allem in die Vereinigten Staaten gebracht. Nach Angaben des Berichts verstecken Schmuggler Kokain jedoch auch in Exportlieferungen nach Europa, unter anderem in Bananenkisten.
Bereits Mitte August hatte die Polizei in Ecuador zahlreiche Kokainpäckchen sichergestellt, die mit dem Porträt des norwegischen Fußballspielers Erling Haaland bedruckt waren. Die grünen, rechteckigen Tafeln wurden in einem Lastwagen nahe der Grenze zu Kolumbien entdeckt. Insgesamt handelte es sich dabei den Angaben zufolge um 469 Kilogramm.
Auch im Hamburger Hafen war in diesem Jahr Kokain aus Ecuador gefunden worden. Ermittler entdeckten dort in einem mit Bananen beladenen Container 1,6 Tonnen Rauschgift. Die Drogen waren in 1600 Pakete verpackt und laut den Angaben rund 30 Millionen Euro wert.