Batteriebetriebene Elektroautos waren 2025 beim Fahren im Durchschnitt 33 Prozent günstiger als Benziner. Zu diesem Ergebnis kommen Berechnungen des International Council on Clean Transportation (ICCT) auf Grundlage von Erhebungen für Europa.
Als Gründe nennt die naturschutznahe US-Forschungsorganisation sinkende Batteriekosten und hohe Treibstoffpreise. Die steigenden Ölpreise hätten die Verbrauchskosten von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor demnach um 12 bis 36 Prozent erhöht. Dadurch sei der Kostenvorteil von Elektroautos beim Fahren weiter gewachsen.
Auch bei den Anschaffungskosten habe sich der Abstand verringert. In den drei größten Fahrzeugsegmenten seien batteriebetriebene Elektroautos im Jahr 2025 nur noch ungefähr so teuer gewesen wie vergleichbare Benziner. Damit betraf der Unterschied zwischen den Antriebsarten nicht mehr allein die laufenden Kosten, sondern auch weniger stark den Kaufpreis.
Nach Angaben des ICCT vervierfachte sich die Zahl der batteriebetriebenen Elektroautos in diesen drei Fahrzeugsegmenten zwischen 2020 und 2025. Die Organisation sieht darin einen Hinweis auf die wachsende Nachfrage nach Fahrzeugen mit Elektroantrieb.
Diese Entwicklung wirkt sich laut ICCT auch auf die Fahrzeugproduktion in der Europäischen Union aus. Der Anteil von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor an der gesamten Produktion sank demnach zwischen 2020 und 2025 von 91 auf 72 Prozent.
Im selben Zeitraum erreichte der Anteil batteriebetriebener Elektroautos an der Produktion 19 Prozent. Das ICCT verbindet die Veränderung mit der zunehmenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Weitere Angaben zur Produktionsentwicklung enthält das vorliegende Material nicht.
Das International Council on Clean Transportation ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Ihr Schwerpunkt liegt auf Fahrzeugtechnologien und deren Auswirkungen auf Luftqualität und Klima. Die Nachricht wurde am 7. September 2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.