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September 7, 2026
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Aschewolke nach Vulkanausbruch legt Flughäfen rund um Jakarta lahm

Der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau beeinträchtigt den Flugverkehr in Indonesien erheblich. Wegen der Vulkanasche bleiben die beiden internationalen Flughäfen in Jakarta, darunter der wichtige Soekarno-Hatta Airport, nach Angaben der Behörden mindestens bis Montagabend Ortszeit geschlossen.

Auch sechs kleinere Flughäfen des Inselstaates sind seit dem Wochenende gesperrt. Ob sie wieder geöffnet werden können, war zunächst unklar. Der Flughafen auf der beliebten Ferieninsel Bali blieb dagegen in Betrieb.

Nach Angaben des indonesischen Verkehrsministeriums waren bis Montag rund 2300 Flüge und etwa 270.000 Passagiere von den Auswirkungen betroffen. Jakarta gilt als wichtiges Drehkreuz in Südostasien. Die Einschränkungen haben deshalb Folgen für zahlreiche Verbindungen innerhalb Indonesiens und darüber hinaus.

„Die Sicherheit hat für uns Priorität“, sagte Verkehrsminister Dudy Purwagandhi. Die wechselnden Windrichtungen in unterschiedlichen Höhen erschwerten eine Einschätzung dazu, wie lange die Vulkanasche den Flugverkehr noch behindern werde.

Nach Angaben der Wetterbehörde BMKG erreichte die Aschewolke auf der Java zugewandten Seite des Vulkans eine Höhe von 6000 Metern. Auf der Seite in Richtung Sumatra stieg sie demnach bis auf 15.000 Meter.

Anak Krakatau liegt in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra. Der Name bedeutet „Kind des Krakatau“. Der Vulkan entstand nach dem verheerenden Ausbruch des Krakatau im Jahr 1883 aus dessen Caldera. Bei dieser Katastrophe kamen mehr als 36.000 Menschen ums Leben.

Auch Anak Krakatau hatte bereits schwere Folgen: Nach einem Ausbruch im Jahr 2018 rutschte ein Teil des Vulkans ins Meer und löste einen Tsunami aus. Mehr als 400 Menschen starben.

Die Behörden planen nach der jüngsten Eruption, durch sogenanntes Cloud Seeding künstlich Regen auszulösen. Dadurch soll Vulkanasche aus der Atmosphäre und von betroffenen Gebieten ausgewaschen werden.

Auch an Land laufen Maßnahmen gegen die Asche. In Bandar Lampung auf Sumatra ließ die Stadtverwaltung mehrere Hauptstraßen mit Wasser besprühen, um die Staubbelastung zu verringern. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Masken zu tragen.

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