In einem Umspannwerk in Berlin ist in der Nacht ein Brand ausgebrochen. Dabei kam es auch zu einer Explosion. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt den Vorfall ausgelöst haben. Die Kriminalpolizei und Experten der Kriminaltechnik des Landeskriminalamts untersuchen die Ursache jedoch noch.
Der Alarm ging bei der Feuerwehr um 2.41 Uhr ein. Die Einsatzkräfte löschten den Brand in dem Gebäude sowie an einem Transporter. Der Tunnel mit den Stromleitungen blieb nach Angaben der Feuerwehr unbeschädigt. Verletzt wurde niemand.
Die Stromversorgung in Berlin war nach Angaben von Stromnetz Berlin nicht beeinträchtigt. Betreiber des Umspannwerks ist der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Das Unternehmen sprach von einem „erheblichen Schaden“ und bestätigte, dass es in der Nacht eine Explosion gegeben hatte.
Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel sagte im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, derzeit sehe es danach aus, dass ein technischer Defekt einen Kurzschluss ausgelöst habe. Dieser habe anschließend zu der Explosion geführt. Die Untersuchungen waren am Vormittag noch nicht abgeschlossen.
In Berlin fielen am Morgen nach dem Vorfall rund 90 Signalanlagen aus. Die zuständige Senatsverkehrsverwaltung teilte mit, die Ampeln würden schrittweise wieder eingeschaltet. In den meisten Fällen erfolge dies aus der Ferne, bei einigen Anlagen müsse jedoch vor Ort eingegriffen werden. Gegen Mittag sollten alle Ampeln wieder funktionieren. Um 11 Uhr waren nach Angaben der Senatsverwaltung 20 der 90 Anlagen wieder in Betrieb.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnten die Ausfälle mit dem Brand zusammenhängen. Ampelanlagen reagieren teilweise empfindlich auf Spannungsschwankungen im Stromnetz.
Die Polizei ermittelt weiter zur Ursache des Feuers. Zuletzt hatte es mehrere Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz gegeben, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen. In diesem Zusammenhang läuft eine Fahndung nach einem 48-jährigen Mann. Ein Zusammenhang mit dem Brand in Berlin wird in dem vorliegenden Material nicht festgestellt.