Borussia Mönchengladbach ist mit zwei Niederlagen in die neue Saison gestartet. Nach dem 0:3 bei RB Leipzig und dem 3:4 gegen Aufsteiger SV Elversberg, obwohl die Mannschaft zwischenzeitlich mit 3:1 geführt hatte, steht das neue Trainerteam um Eugen Polanski bereits im Fokus.
Besonders gefordert sind die Co-Trainer Jan-Moritz Lichte und Markus Gellhaus. Beide waren vor der Saison von Manager Rouven Schröder verpflichtet worden. Nach Angaben des Berichts sollten sie die bisherige Besetzung ersetzen, die Schröder als nicht bundesligareif eingestuft hatte.
Die Partie gegen Elversberg gab jedoch Anlass zu deutlicher Kritik an den Entscheidungen von der Gladbacher Bank. Laut dem Bericht gingen mehrere Impulse in der Schlussphase nach hinten los. Zudem seien notwendige Wechsel ausgeblieben.
Als Beispiel wird Robin Hack genannt, der in den letzten 20 Minuten für Wael Mohya eingewechselt wurde. Beim Freistoßtor von Felix Keidel habe Hack die Mauer aufgelöst. Auch Ko Itakura erwischte dem Bericht zufolge im Zentrum der Abwehr einen schwachen Tag. Trotzdem nahm Polanski nicht den Japaner, sondern den zuvor überzeugenden Rechtsverteidiger Joe Scally vom Feld, obwohl Jan Leszczynski als mögliche Alternative an der Seitenlinie bereitstand.
Auch der Wechsel von Franck Honorat wird kritisch bewertet. Der Offensivspieler hatte zwei Torvorlagen gegeben, musste aber frühzeitig für Neuzugang Nicolas Kühn Platz machen. Kühn habe zu diesem Zeitpunkt noch keine Bindung zu seinen Mitspielern gefunden.
Besonders deutlich fällt die Kritik am Umgang mit Mathieu Nguefack aus. Der 18-Jährige war in die Startelf gerückt und sah eine Gelbe Karte. Danach habe er laut dem Bericht kaum noch Zweikämpfe führen können. Eine Auswechslung des Nachwuchsspielers blieb jedoch aus. Stattdessen wurde David Herold für Lukas Ullrich eingewechselt.
Der Bericht gehört zur BILD-Berichterstattung. Darin wird die Frage aufgeworfen, ob Polanski die Unterstützung seiner Assistenten ausreichend annimmt. Lichte hatte vor der Saison erklärt: „Ich bin hier, um alles, was ich habe, jeden Tag in die Waagschale zu werfen.“ Gellhaus sagte: „Ich bin der geborene Co-Trainer, will helfen, wo ich nur kann.“
Eine ähnliche Situation habe es bereits in der vergangenen Bundesliga-Saison beim 0:0 in Wolfsburg gegeben. Die Assistenten sollen Polanski damals dringend zu einem Wechsel von Jens Castrop geraten haben. Der Cheftrainer habe den Hinweis ignoriert. Kurz darauf sah Castrop nach einem harten Zweikampf die Rote Karte.
Nun muss Gladbach laut dem Bericht schnell reagieren, wenn ein weiterer Fehlstart verhindert werden soll. Als nächste Aufgaben stehen das Auswärtsspiel beim SC Freiburg am kommenden Samstag um 15.30 Uhr sowie anschließend die Partie gegen Mainz an.